Jan.
10
2026

Erfolgreicher Jahresauftakt in Belgien

Am ersten Januarwochenende glänzten mehrere Athlet*innen des Bushido Köln beim Trofee van der Donderslag in Meeuwen (Belgien). Mit drei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen setzten sie sich erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz durch.

Das 14-köpfige Bushido-Team reiste unter der Leitung und Betreuung von Tu Linh Lam, Pascal Kärgel und Julian Beselt zum Jahresauftakt nach Belgien. Ziel war es, nach der Weihnachtspause wieder in den Wettkampfmodus zu finden und an Feinheiten zu arbeiten.

In den Altersklassen U18, U21 sowie Männer/Frauen gingen für den Bushido Köln folgende Athlet*innen an den Start:
Mathea Ling (-57 kg, U18), Mykhailo Mykolaichuk (-60 kg, U18), Adil Rustamli (-60 kg, U18), Adrian Hebler (-73 kg), Daniel Rosin (-73 kg), Majid Rustamli (-81 kg), Liselotte Krooß (-63 kg), Judith Suhrkampf (-70 kg), Kylie Chinner (-70 kg), Aria Assarehha (-73 kg), Dimitrios Katsikaris (-73 kg), Leif Venjakob (-73 kg, U21), Amro Bsata (-81 kg) und Nico Weise (-90 kg).

Ergänzt wurde das Team durch zwei Judoka befreundeter Vereine, die bereits fester Bestandteil der Mannschaften und des Trainings sind: Leona Lorbach (-63 kg, JC Ford Köln) und Gregor Ling (-73 kg, Brühler TV).

Goldene Erfolge zum Jahresstart

Judith Suhrkamp präsentierte sich auch im neuen Jahr in Topform und entschied alle vier Kämpfe in ihrem Spezialgebiet – dem Bodenkampf – vorzeitig für sich.

Teamkollege Adrian Hebler kämpfte sich mit drei Siegen souverän bis ins Finale vor. Dort dominierte er den Kampf von Beginn an, ging mit Waza-ari in Führung und machte kurz darauf mit einer Kontertechnik und voller Wertung den Turniersieg perfekt.

Die dritte Goldmedaille sicherte sich Mykhailo Mykolaichuk. Im vereinsinternen Finale traf er auf Adil Rustamli. Beide lieferten sich einen intensiven und spannenden Kampf. Nach einem Waza-ari für Adil, setzte Mykhailo zur Aufholjagd an und entschied den Kampf schließlich für sich. Adil hätte Silber gewonnen, wurde jedoch aufgrund unsportlichen Verhaltens disqualifiziert und nicht gewertet.

Bronze und starke Platzierungen

Majid Rustamli und Liselotte Krooß erkämpften sich jeweils die Bronzemedaille.
Majid gewann souverän in einem Poolsystem zwei Kämpfe. Liselotte kämpfte sich in einer klassischen Liste bis ins Halbfinale vor, unterlag dort der späteren Siegerin, konnte sich jedoch im kleinen Finale im Boden erneut durchsetzen.

Knapp am Podest vorbei

Kylie Chinner und Nico Weise schrammten nur knapp am Podium vorbei.
Kylie zeigte in ihren Kämpfen eine hohe Angriffsfrequenz sowie starke Kontertechniken. Im Halbfinale unterlag sie Teamkollegin Judith Suhrkampf und verlor anschließend den Kampf um Bronze denkbar knapp.

Nico Weise gewann nach einem Freilos seinen Auftaktkampf, verlor anschließend gegen den späteren Zweitplatzierten, kämpfte sich dann aber mit drei deutlichen Siegen durch die Trostrunde.

Lernen, wachsen, weitermachen

Doch nicht für alle lief das Turnier nach Plan – einige mussten sich trotz engagierter Leistungen früh geschlagen geben.

Aria Assarehha traf im Auftaktkampf auf den erfahrenen Laurens De Cabotter, den Drittplatzierten der Veteranen-Weltmeisterschaften von Paris. Trotz guter Ansätze musste er sich geschlagen geben. In der Trostrunde gewann Aria einen Kampf, schied danach aus.

Auch Leona Lorbach, Daniel Rosin, Dimitrios Katsikaris, Leif Venjakob und Amro Bsata konnten sich an diesem Tag nicht platzieren, nahmen jedoch viele wertvolle Erfahrungen und Trainingsansätze mit.

Als jüngste Athletin im Team startete Mathea Ling. Mit dem Jahreswechsel wechselte sie zu Bushido Köln und stand erstmals für ihren neuen Verein auf der Matte. Der Einstieg war schwierig, doch auch aus ihren beiden Kämpfen konnte sie wichtige Erkenntnisse mitnehmen.

Ne-waza-Turnier als besonderes Highlight

Nach dem regulären Wettkampf folgte ein Ne-waza-Turnier, bei dem erneut um Medaillen gekämpft wurde. Dimitrios Katsikaris und Kylie Chinner sicherten sich Silber. Bronze ging an Gregor Ling und Leona Lorbach, während Amro Bsata einen starken fünften Platz belegte. Aria Assarehha wiederholte mit Rang neun sein Ergebnis aus dem Einzelwettkampf.

Mit drei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen sowie zahlreichen Anschlussplatzierungen war es ein starker Start ins Wettkampfjahr 2026.
„Wir haben Teamgeist, Kampfwillen und starke Leistungen gezeigt. Gleichzeitig wissen wir, woran wir noch arbeiten müssen“, fasst Trainer Tu Linh Lam das Turnier zusammen. Bereits in den kommenden Wochen stehen weitere Wettkämpfe in allen Altersklassen an.